Eine reine Vision von Lokalpolitikern und Linken, die nach autofreien Innenstädten schreien oder wird das die Zukunft sein? Diese Frage stellte sich vor Corona beinahe wöchentlich. Die Innenstädte platzen. Zu viele Autos, zu wenig Platz. Passieren muss etwas. Eigentlich wurde diese Entwicklung schon vor 30 Jahren prognostiziert. Doch wie es nun einmal in der Politik ist: Unternommen wird immer erst etwas, wenn es bereits geknallt hat.

In Großstädten scheint es beinahe so, als liefern sich Radfahrer, Fußgänger und Autos einen ständigen Kampf, der Spuren hinterlässt. Radfahrer beispielsweise leben in größeren Metropolen gefährlich. Die Schuld liegt dabei nicht direkt bei den Autofahrern, die mittlerweile überall die Augen haben müssen, um sicher durch den Straßenverkehr zu kommen. Fakt ist: So kann es nicht weitergehen. Pläne gibt es aber bislang in keiner Stadt. Ein Umbau wäre ein teures Projekt, das sich kaum ein Bundesland leisten kann und so wird vermutlich das Problem weitere Jahre verschoben. Doch die Zukunft ist jetzt schon spürbar.

Zu viele Autos?

Darüber lässt sich streiten. Das Problem ist irgendwie auch hausgemacht. Wer in der Stadt wohnt, findet kaum noch Parkplätze. Das liegt aber nicht nur an der Zunahme der Fahrzeuge. Immerhin fast 57 Millionen Autos gibt es in Deutschland. Parkplätze wurden in den letzten 10 Jahren häufig in Anwohnerparkplätze umgewandelt oder verschwanden ganz. Insgesamt sind über 25 Prozent der bisherigen Parkplätze ganz verschwunden. Parkhäuser in Wohngegenden, die einst als Alternative galten, sind mittlerweile für viele Städte zu teuer geworden. So wird der Kampf um einen Parkplatz weiterhin anhalten und das Problem verschärfen.

Innenstädte für Autos gesperrt

Das wird häufig gefordert. Immer mehr Politiker schreien danach. Eine Lösung ist das natürlich nicht. Denn schon jetzt haben die Läden in den Innenstädten zu kämpfen. Könnten die Kunden künftig nicht mehr mit dem Auto anfahren, würde das einen weiteren Umsatzeinbruch bedeuten. Doch passieren muss etwas.

Innenstädte ohne Autos wird es sicherlich nicht geben, wobei einige kleinere Städte vermutlich als Experimentierstätte herhalten müssen. Ein anderes Modell erscheint wahrscheinlicher. Wir kennen das aus London oder aus einigen US-Städten. Wer in die Innenstadt will, muss eine Gebühr bezahlen, eine sogenannte Maut. Dieses Modell erscheint durchaus sinnvoll. Allerdings sind die rechtlichen Hürden groß. Immerhin ist das deutsche Mautmodell auf Autobahnen ja bereits gescheitert und hat etliche Milliarden in den Müllkorb geschleudert. Bis ein solches Vorhaben ansatzweise umgesetzt werden könnte, würden in China vielleicht 2 Wochen vergehen. In Deutschland um die 10 – 20 Jahre. Die bürokratischen Hürden sind groß.

Aber wie soll es weitergehen

Ganz klar ist, wir brauchen das Auto. Nicht nur das. Das Fahrzeug ist auch Symbol einer gewissen Freiheit. Ohne wollen wir nicht sein. Eine Lösung könnten die autonom fahrenden Fahrzeuge werden, die nach und nach in den Markt drängen. Großartige neue Autos, auf die man sich in diesem Jahr freuen kann, weisen bereits den Weg zu den selbstfahrenden Mobilen. Sie stecken voll mit Technik und der Übergang zum autonomen ist eigentlich nur eine Frage des Internets. Dank 5G und 6G (das in China derzeit entwickelt wird), könnte sich dieser Markt schneller entwickeln, als bisher gedacht und vielleicht auch den Straßenverkehr regulieren.

Und auch ist eines damit klar: Der Unterricht in der Fahrschule wird ein gänzlich anderer sein als heute. Wir sind gespannt!

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